„Meditation - einfach sein… hier… jetzt...

Meditation:

was ist das eigentlich?
Meditation ist ein Begriff den jeder kennt - und doch: jeder stellt sich darunter wohl etwas anderes vor....

Meine Sicht:
Meditation hat nichts zu tun mit Religion (Buddha usw.) - sie hat nichts zu tun mit Schneidersitz/Lotussitz usw. - sie hat nichts zu tun mit Erleuchtung.
Meditation ist eine Übung um Gedanken loszulassen, sich in sein Inneres zu begeben und lernen, loszulassen. Es mag sein, dass sie zur Erleuchtung führen kann und dass man sie im religiösen oder spirituellen Kontext einsetzen kann, aber sie steht für sich alleine. Sie ist ein Werkzeug, dass jedermann zugänglich ist und von jedem benutzt werden kann. MEDITIEREN HAT NICHTS MIT GLAUBE ODER GOTT ZU TUN...

Warum Meditation?
Wir leben in einer Welt in der alles nach außen gerichtet ist. Wir definieren uns durch das was wir tun und das was wir in den Augen der anderen sind...
Wer wir sind, wissen wir meist nicht oder haben Angst davor, dass wir nicht das sind, was die anderen von uns erwarten...
Wir leben gedanklich die meiste Zeit in der Zukunft - wenn diese unserer Meinung nach keine Perspektive hat, dann wechseln wir in die Vergangenheit...
Doch: alle großen Religionen und Philosophien wollen uns lehren im ”Hier und Jetzt” zu leben - wie ein kleines Kind, das „gedankenverloren” im Spiel versunken ist - das Kind meditiert - ohne Erklärung, ohne Wissen ohne spezielle Körperhaltung ohne Glaubensregeln usw....
Wir Menschen leben immer mehr das Leben von Maschinen - aber wir sind keine solchen... Wir sind Wesen der Natur - und alle Wesen der Natur leben nach dem „Dualen Prinzip” (Yin und Yang). Handeln und Ruhen...
Zu wenig Ruhe zieht meistens geistige Erschöpfung (Burn-Out) oder Krankheit (psychisch/physisch) nach sich. Der Schlaf dient dem „Auftanken” verbrauchter Energie des Körpers und Geistes (Gehirn). Wenn aber die Belastungen so groß sind, dass wir auch in unseren Träumen nicht zur Ruhe kommen, dann wird es nicht ohne negative Folgen bleiben...
Auch die Droge „Alkohol” wird auf Dauer nicht ohne Folgen bleiben - zwar macht sie den Geist ruhiger, aber auf Dauer nur bei erhöhter Dosis - und das wiederum schädigt den Körper...

Unser Leben ist wie eine Tasse - wir füllen sie im Tun und leeren sie im Schlaf. Wird sie nicht ganz geleert, wird sie irgendwann überlaufen - ein Tropfen wird reichen...
Oftmals verstehen wir dann den Zusammenbruch nicht, weil der Tropfen vielleicht etwas Belangloses war....

Meditation leert deine Tasse - sie gibt dir Energie, dich den Anforderungen des Lebens zu stellen... Und: sie lehrt dich, zu erkennen wer du bist und wie du dich anfühlst - sie lehrt dich, dir selbst zuzuhören und zu spüren wo deine Grenzen sind...

Meditieren ist also ganz einfach, oder?
JA!! - aber: leider verlieren wir im Laufe unserer Konditionierung als Schüler und Erwachsene eben diesen natürlichen Zugang zu den Dingen. Wir müssen funktionieren, wir müssen unsere Rolle erfüllen... Dies führt uns von uns selbst weg... Abschalten wird immer schwerer. Dies sollen die Medien für uns übernehmen - das Internet soll uns ablenken... Dabei geraten wir erneut in einen Strudel: Es gibt so viel zu sehen, zu entdecken, zu liken ...

Aber all dies findet wieder im Außen statt... Es führt uns nicht zu uns, es führt uns immer weiter weg...

Ruhe bedeutet für viele Menschen: (innere) Unruhe und Angst... Deshalb: multimedial bis zum Abwinken...

Doch man muss ja nicht gleich bei der Erleuchtung anfangen...

Anleitung zum Meditieren:
Da wir wohl nicht gleich mit „Nichtdenken” anfangen können, wollen wir mit etwas leichterem anfangen:
Die ”Aufmerksamskeits-Meditation”: Betrachte z.B. ein Bild oder einen Gegenstand, höre Musik oder konzentriere dich auf deinen Atem. Mit der Zeit wirst Du merken, dass dir deine Konzentration „abhanden” gekommen ist - sie wurde quasi von deinen Gedanken eingefangen....
Wenn Du dies merkst, solltest Du zuerst ein Lächeln über deine Lippen huschen lassen, denn du hast etwas sehr positives getan: Du hast deine Konzentration dabei „ertappt”, wie sie dir entwischt ist. Dies ist der erste und wichtigste Schritt: „Selbst-Beobachtung” und „Selbst-Erkenntnis”!
Nachdem Du gelächelt hast, fange deine Konzentration wieder ein und führe deine Meditation fort.
Fange erst mit 10 Minuten an und steigere dann langsam das Zeitmaß - aus meiner Sicht und meiner Erfahrung nach ist es völlig egal, ob Du liegst, sitzt oder stehst! Beim Liegen besteht nur die Gefahr des Einschlafens - dies kannst du einfach verhindern, indem Du dir einen Wecker stellst, wenn Deine Meditationszeit vorbei ist. - Auch dieses „Problem” wird mit der Zeit vergehen...

Gedanken: Stell Dir die Gedanken vor, wie Vögel, die um deinen Kopf kreisen - Du kannst sie nicht daran hindern! Das ist auch gar nicht nötig!
Wenn einer von Ihnen in deinen Kopf eindringt und dir die Konzentration „stiehlt”, schenke ihm nur soviel Aufmerksamkeit um ihr wieder aus deinem Kopf zu werfen - stelle Dir das ruhig bildlich vor: Nimm den „Vogel” und wirf ihn raus!
Mit der Zeit wirst du ihn schon kommen sehen und ihn auf seinen Platz verweisen - und irgendwann versucht es keiner mehr...

Die folgende Musik ist konzipiert um dich vom Denken abzuhalten. Lass alles los und höre - folge den Klängen - sie helfen dir zu dir zu kommen...